Es gibt in der Regel nicht die einzelne Ursache, die hinter einer Alopecia Areata steckt. Auch wenn die genauen Gründe noch nicht vollständig bekannt sind, geht man davon aus, dass sowohl innere Anliegen als auch äußere Einflüsse zusammenwirken. Auch genetische Faktoren und die Vererbung können beim kreisrunden Haarausfall eine Rolle spielen. Hier mögliche Ursachen im Überblick:
Autoimmunerkrankung als Ursache für kreisrunden Haarausfall
Als häufigste Ursache für kreisrunden Haarausfall gilt eine
Autoimmunreaktion des Körpers.
1 Dabei richtet sich die körpereigene Abwehr auch gegen die Haarwurzeln. Der normale Wachstumsrhythmus der Haare wird dadurch gestört und es entstehen kahle Stellen. Diese fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems entwickelt sich meistens plötzlich aus noch ungeklärten Gründen.
Hormoneller Haarausfall bei Frauen
Insbesondere bei Frauen haben die
Hormone einen großen Einfluss auf viele Veränderungen des Körpers. Haarausfall tritt oft nach einer
Schwangerschaft auf, weil sich der Hormonhaushalt hier neu einstellt – das kann sich auch auf den Haarzyklus auswirken. Dabei handelt es sich aber meistens um einen postpartalem Haarverlust, der nicht in Verbindung mit einer Alopecia Areata steht. Ähnliches gilt für
Haarausfall in den Wechseljahren: In dieser Phase verändern sich die
Spiegel von Östrogen und Progesteron, wodurch das Gleichgewicht zwischen Wachstums- und Ruhephasen der Haare beeinflusst werden kann.
Hängen kreisrunder Haarausfall und Stress zusammen?
Es wird angenommen, dass
Stress ein begleitender Auslöser für den kreisrunden Haarausfall ist.
2 Anhaltende psychische oder emotionale Belastungen können Prozesse im Körper beeinflussen, die auch den Haarzyklus betreffen. Der Organismus reagiert in diesen Phasen sensibler auf innere Reize. Dadurch kann Stress Haarausfall begünstigen oder ein zusätzlicher
Einflussfaktor bei einem bestehenden kreisrunden Haarausfall sein.
Welchen Einfluss hat die Schilddrüse bei kreisrundem Haarausfall?
In einigen Fällen geht eine
Veränderung der Schilddrüsenfunktion mit einem kreisrunden Haarausfall einher. Insbesondere eine
Unterfunktion der Schilddrüse oder
Hashimoto-Thyreoiditis steht im Verdacht, den Haarverlust zu begünstigen.
3 Die Schilddrüse steuert mit ihren Hormonen viele Stoffwechselprozesse im Körper und beeinflusst unter anderem die Zellaktivität und verschiedene Wachstumsprozesse – dazu gehört auch der Haarzyklus. Störungen der Schilddrüse gelten allerdings eher als begleitender Faktor und nicht als direkter Auslöser.
Können auch Mangelerscheinungen zum Haarverlust führen?
Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann den Haarzyklus beeinflussen und in Zusammenhang mit kreisrundem Haarausfall stehen.
- Eisenmangel und Haarausfall: Eisen ist wichtig für die Versorgung der Haarwurzeln mit Sauerstoff und Nährstoffen. Frauen mit einem geringeren Eisenspeicher sind häufiger von Haarverlust betroffen, weswegen der Eisenmangel als begleitender Faktor bei Haarausfall gesehen wird.4
- Vitamin D-Mangel und kreisrunder Haarausfall: Vitamin D ist unter anderem an der Aktivierung der Wachstumsphasen deiner Haare beteiligt. Ein niedriger Vitamin D-Spiegel kann daher ebenfalls in einem Zusammenhang mit verschiedenen Arten des Haarausfalls stehen.5