Die Haarwurzeln reagieren besonders sensibel auf die hormonellen Veränderungen. Das veränderte Verhältnis zwischen Östrogen und Androgenen beeinflusst Talgproduktion, Struktur und Wachstumszyklus des Haars. Dadurch entstehen verschiedene Haarveränderungen, die viele Frauen als ungewohnt oder belastend empfinden. So kann das Haar beispielsweise fettiger, brüchiger, dünner, stumpfer, trockener oder lockiger werden. Wir haben die möglichen Auswirkungen des Hormonungleichgewichts auf die Haare für dich zusammengefasst.
Fettiges Haar in den Wechseljahren
Fettiges Haar in den Wechseljahren entsteht, weil Androgene (männliche Sexualhormone) die Aktivität der Talgdrüsen stärker anregen. Dadurch wirkt die Kopfhaut schneller ölig und die Haare verlieren schneller an Frische. Das kann zu häufigem Waschen verleiten, was jedoch die Talgproduktion zusätzlich stimuliert. Durch diesen Teufelskreis wirken die Haare oft fettig und strähnig.
Brüchiges Haar in den Wechseljahren
Durch einen Mangel an Keratin wird das Haar während der Wechseljahre häufig brüchig und verliert an Elastizität. Besonders betroffen sind empfindliche Stellen wie die Spitzen oder Bereiche, die zuvor chemisch behandelt wurden, etwa durch Färben oder Dauerwellen. Das Haar wirkt dann trocken, störrisch und kann beim Stylen, Bürsten oder Blondieren buchstäblich abbrechen.
Dünnes Haar in den Wechseljahren
Dünner werdendes Haar in den Wechseljahren hängt ebenfalls mit dem sinkenden Östrogenspiegel zusammen. Dabei verliert meist das gesamte Haar sichtbar an Volumen und wirkt weniger dicht. Viele Betroffene bemerken einen schleichenden Prozess, bei dem der Scheitel breiter erscheint oder das Haar am Oberkopf lichter wird. Diese Veränderungen beeinflussen nicht nur das Styling, sondern oft auch das Selbstbewusstsein, da gewohnte Frisuren plötzlich weniger Halt haben oder flacher wirken.
Lockiges Haar in den Wechseljahren
Einige Frauen stellen während der Wechseljahre überraschende Veränderungen in ihrer Haarstruktur fest – darunter die Entstehung neuer Locken oder Wellen. Es muss sich dabei nicht zwingend um definierte Locken handeln; oft treten eher krause oder widerspenstige Haarpartien auf. Diese lassen sich schwieriger bändigen und erfordern eine angepasste Pflege, um Frizz zu reduzieren und die neue Haarstruktur bestmöglich zu unterstützen.
Trockenes, stumpfes Haar in den Wechseljahren
Trockene, spröde, stumpfe oder strohige Haare sind ebenfalls ein häufiger Begleiter der Wechseljahre. Durch die Veränderungen in der Talgproduktion wird das Haar schlechter mit natürlichen Ölen versorgt, was sowohl Längen als auch Spitzen austrocknen lässt. Häufig reagiert zusätzlich die
Kopfhaut empfindlich, neigt zu
Juckreiz, Spannungsgefühl und
Schuppen. Viele Frauen bemerken, dass ihr Haar trotz Pflegeprodukten austrocknet und weniger geschmeidig wirkt.