Schon mit einfachen Veränderungen im Alltag kannst du nächtliches Schwitzen deutlich mildern. Trage Nachtwäsche aus atmungsaktiven Materialien wie Baumwolle oder Leinen, sorge für eine kühle Schlafumgebung und bewege dich regelmäßig. Auch Wechselduschen können helfen, die Temperaturwahrnehmung deines Körpers zu trainieren und helfen so, Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen besser zu regulieren. Sie fördern die Durchblutung und stärken das Immunsystem. Personen mit Kreislaufproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten jedoch vorab ärztlichen Rat einholen, da der Wechsel zwischen warm und kalt belastend sein kann.
Gibt es natürliche Mittel gegen nächtliches Schwitzen in der Menopause?
Einige Frauen greifen bei Schweißausbrüchen während der Wechseljahre zu verschiedenen Hausmitteln, die verschiedene Anzeichen abmildern sollen.
- Baldrian: Baldrian wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Er soll dich dabei unterstützen, nachts besser zu schlafen und nach einem Schweißausbruch wieder leichter einzuschlafen.1
- Johanniskraut: Dieses Kraut wird traditionell eingesetzt, um emotionale Schwankungen auszugleichen. In den Wechseljahren kann es begleitend helfen, innere Unruhe oder Stimmungstiefs abzumildern.2
- Traubensilberkerze: Traubensilberkerze wird häufig im Zusammenhang mit Wechseljahresbeschwerden verwendet. Ihr wird zugeschrieben, den Körper während hormoneller Umstellungsphasen zu unterstützen, unter anderem auch bei Hitzewallungen und nächtlichem Schwitzen.3
Zudem soll Salbei gegen Schwitzen in den Wechseljahren helfen. Insbesondere Salbeitee wird eine regulierende Wirkung auf die Schweißproduktion zugeschrieben.
Bitte bedenke: Auch pflanzliche Präparate können Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Vor der Einnahme solltest du dich daher von deinem Arzt oder in der Apotheke beraten lassen.
Wann lohnt sich eine medizinische Nachtschweiß-Behandlung?
Sind die Hitzewallungen und das nächtliche Schwitzen am Oberkörper bei Frauen besonders ausgeprägt, dann kann eine Hormonersatztherapie verschrieben werden. Dabei greifen Medikamente gezielt in den Hormonhaushalt ein. Durch die Zufuhr der fehlenden Hormone – meist Östrogen – kann sich der Hormonhaushalt stabilisieren. Viele Frauen nehmen das nächtliche Schwitzen während der Wechseljahre dann deutlich weniger intensiv wahr.
Eine Hormonersatztherapie ist nicht für jede Frau geeignet, da sie das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Thrombosen oder Brustkrebs erhöhen kann. Die Entscheidung sollte daher immer gemeinsam mit dem Arzt unter Abwägung von Nutzen und Risiken getroffen werden.