Die Behauptung, dass Sonnencreme Krebs verursacht, ist wissenschaftlich nicht belegt. Tatsächlich zeigen viele Studien das Gegenteil: Regelmäßiger und richtig angewendeter Sonnenschutz kann das Risiko für Hautkrebs reduzieren. Denn: UV-Strahlung gilt als eine der Hauptursachen für sonnenbedingte Hautschäden und die Entwicklung von Hautkrebs. Verunsicherung entsteht häufig durch einzelne Inhaltsstoffe oder missverständlich interpretierte Studien. Manche Untersuchungen analysieren Stoffe isoliert oder unter unrealistischen Bedingungen. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, dass handelsübliche Sonnencreme kein sicheres Produkt ist.
Gibt es gefährliche Inhaltsstoffe in Sonnencreme?
Sonnencremes in der europäischen Union werden streng geprüft und dürfen nur zugelassene UV-Filter und Inhaltsstoffe enthalten. Trotzdem sorgen Aussagen in den sozialen Medien, dass Sonnencreme gefährlich sei, regelmäßig für Zweifel. Diese Aussagen vereinfachen wissenschaftliche Studien jedoch oft stark oder reißen einzelne Ergebnisse aus dem Zusammenhang. Bestimmte Inhaltsstoffe stehen immer wieder in Diskussion, weil sie etwa bei empfindlicher Haut Reizungen oder Allergien auslösen können. Dies betrifft jedoch nicht die grundsätzliche Sicherheit der gesamten Sonnencreme.
Wird alte Sonnencreme gefährlich oder krebserregend?
Alte Sonnencreme wird nicht automatisch krebserregend. UV-Filter und Formulierung können sich jedoch durch Hitze, Sonnenlicht oder lange Lagerung verändern. Insbesondere bei der Verwendung des UV-Filters Octocrylen kann als Abbauprodukt Benzophenon entstehen, das als potenziell krebserregend gilt. Darüber hinaus kann abgelaufene Sonnencreme ihre Schutzwirkung verlieren. Verwendest du alte Sonnencreme, fühlst du dich geschützt, obwohl die Haut möglicherweise weiterhin intensiver UV-Strahlung ausgesetzt ist. Dermatologen empfehlen daher, geöffnete Produkte nicht über das angegebene Haltbarkeitsdatum hinaus zu nutzen.
Was ist mit Nanopartikeln in Sonnencreme?
Nanopartikel in Sonnencreme sorgen regelmäßig für Diskussionen. Dabei handelt es sich um sehr kleine mineralische Filter wie Nano-Zinkoxid oder Nano-Titanoxid. Sie helfen, weiße Rückstände auf der Haut zu verringern und sorgen für ein angenehmeres Hautgefühl bei der Anwendung. Nach aktuellem Forschungsstand gelten Nanopartikel auf gesunder, intakter Haut als sicher. Die Partikel dringen normalerweise nicht in die Haut ein und stellen deshalb kein nachweisbares Risiko für die Gesundheit dar.