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8 Fragen zu den Hormonen in den Wechseljahren

8 Fragen zu den Hormonen in den Wechseljahren
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Interview mit Dr. Sheila de Liz – Die Rolle der Hormone in den Wechseljahren

Dr. Sheila de Liz trägt als Gynäkologin und Buchautorin dazu bei, über das Thema Wechseljahre aufzuklären. Mit ihrer medizinischen Beratung und aktuellen Medienpräsenz ist es ihr ein Anliegen, grundlegendes Wissen über die natürliche hormonelle Umstellung des weiblichen Körpers zu teilen.

Mit den Wechseljahren verändert sich der Körper. Was viele Frauen nicht wissen: Die Veränderung des Hormonhaushaltes kann dabei eine entscheidende Rolle spielen und sich spürbar auf den Körper auswirken. Wenn man weiß, welche Hormone zu den zentralen Bestandteilen der Wechseljahre gehören und welchen Einfluss sie auf unseren Körper haben, kann für mehr Wohlbefinden gesorgt werden. So kann besser eingeschätzt werden, wie bestimmte Veränderungen zu deuten sind und wie man Ihnen begegnen kann. Außerdem werden unerklärlich erscheinende Anzeichen verständlicher und nachvollziehbarer.

Mit ihrem Bestseller „Woman on Fire“ hat die Expertin Dr. Sheila de Liz die passenden Worte gefunden, um Frauen in ihrer neuen Lebensphase Mut zu machen. Erhalten Sie in diesem Interview wichtige Antworten und Tipps rund um die Bedeutung der Hormone in den Wechseljahren und erfahren Sie, wie Sie mit hormonellen Veränderungen am besten umgehen – für gesteigertes Wohlbefinden während Ihrer Menopause!

1. In welchem Alter beginnen die Wechseljahre, wie lange dauern sie an und wie machen sich die ersten Anzeichen bemerkbar?

Dr. Sheila de Liz: Die Wechseljahre beginnen oftmals bereits mit Mitte 40 – die ersten Anzeichen machen sich häufig jedoch schon früher auf leisen Sohlen bemerkbar. Die Schlafqualität nimmt ab, Stimmungsschwankungen treten öfter auf, die Periode ist phasenweise unregelmäßig... all das gehört dazu. Die Wechseljahre dauern in der Regel zwischen vier und zehn Jahre, bis alle Veränderungen des Körpers und des Hormonhaushaltes abgeschlossen sind!

2. Was passiert mit dem Hormonhaushalt in den Wechseljahren und wie beeinflusst er die Veränderungen im Körper?

Dr. Sheila de Liz: Unsere hormonellen Vorgänge hängen von der Funktion der Eierstöcke ab. Wenn diese ihren Dienst in den 40ern so langsam einstellen, kommt es zum Schwanken und schlussendlich absinken der weiblichen Hormone Östrogen, Progesteron und Testosteron. Da fast alle Zellen im Körper der Frau auf Hormone reagieren, spüren wir die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren oft überall im ganzen Körper.

3. Wie kann ich mehr über meinen Hormonstatus erfahren und diesen im Auge behalten?

Dr. Sheila de Liz: Ein Bluttest kann die wichtigsten Antworten zum Hormonhaushalt in den Wechseljahren liefern. Der Körper gibt uns jedoch auch selbst viele Hinweise! Wer längere Zeit keine Periode mehr hatte, Hitzewallungen verspührt oder trockene Schleimhäute bemerkt, hat vermutlich einen Mangel an Östrogen.

4. Was passiert bei einer Hormonersatztherapie und was gilt es zu beachten?

Dr. Sheila de Liz: Die moderne Hormonersatztherapie setzt humanidentische Hormone ein, die meistens über die Haut aufgenommen werden. Diese Therapie ist eigentlich nur ein Ersatz mit einer Art Kopie der Stoffe, die dem Körper in den Wechseljahren fehlen. Daher gilt es als nebenwirkungsarm und die Risiken sind als sehr niedrig einzustufen. Am besten wartet man nicht zu lange und beginnt im Alter um die 50 herum, da der Hormonmangel im Körper Schäden anrichten und zum Beispiel Arteriosklerose und Osteoporose hervorrufen kann.

5. Was lässt sich gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren tun?

Dr. Sheila de Liz: Hitzewallungen in den Wechseljahren sind als ein Hilferuf vom Körper zu verstehen – ein Zeichen dafür, dass Östrogene fehlen. Ich bin dafür, den Mangel an Östrogen zu beheben, anstatt zu denken man müsse da "durch". Wenn ich Hitzewallungen habe, erhöhe ich meine Dosierung von Östrogen. Es geht also niemals darum, irgendein homöopathisches Mittel zu finden, das Hitzewallungen in den Wechseljahren lindert.

6. Sind Muskelschmerzen eine typische Begleiterscheinung der Wechseljahre und wieso treten diese auf?

Dr. Sheila de Liz: Auch die Muskeln und Gelenke des Körpers sind von Hormonen abhängig – deshalb reagieren manche Frauen mit Muskelschmerzen auf den Hormonmangel in der Menopause.

7. Wie verändert sich mein Körper in den Wechseljahren und mit welchen Herausforderungen muss ich rechnen – zum Beispiel Gewichtszunahme, juckende Haut im Intimbereich oder Hautprobleme?

Dr. Sheila de Liz: Es gibt kaum ein Organ, welches nicht vom Hormonmangel betroffen ist, und die Liste möglicher Herausforderungen ist sehr lang! Die häufigsten Anzeichen sind jedoch: Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Verlust der Libido, Hauterschlaffung, Haarausfall, Hitzewallungen, Depressionen, vaginale Beschwerden beim Sex und Harninkontinenz. Eine ausführlichere Liste findet man in meinem Buch "Woman on Fire".

8. Ist das Auftreten von Schwindel in der Menopause normal und was lässt sich dagegen tun?

Dr. Sheila de Liz: Manchen Frauen sind von Schwindel betroffen – auch hier sind es die Hormone, oft ein Mangel an Progesteron, welches dieses Anzeichen in den Wechseljahren auslöst. Eine eingehende Beratung beim Frauenarzt ist hier der erste Schritt, um der Sache auf den Grund zu gehen!
Mehr Tipps und weitere Informationen zu Dr. Sheila de Liz und ihrem Buch „Woman on Fire: Alles über die fabelhaften Wechseljahre“ finden Sie hier: https://www.dr-de-liz.de/.

Wenn sich der Körper einer Frau durch die Wechseljahre im Wandel befindet, machen sich viele Anzeichen und Veränderungen bemerkbar. Die Hormone spielen dabei eine wichtige Rolle und können den normalen Rhythmus aus dem Gleichgewicht bringen. Nicht nur Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Schlafmangel können auftreten, sondern auch unbekanntere Erscheinungen wie Muskel- und Gelenkschmerzen oder Schwindelgefühle. Die Anzeichen und Herausforderungen in den Wechseljahren können sehr vielfältig sein und sich von Frau zu Frau individuell äußern – die Veränderungen des Hormonhaushaltes werden dabei überall im Körper spürbar. Gehen Sie in dieser Phase daher besonders sorgsam mit Ihrem Körper um, beobachten Sie Ihren Hormonstatus und informieren Sie sich gegebenenfalls über moderne Hormonersatztherapien.

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