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Wechseljahre: Was hilft bei Scheidentrockenheit?

Wechseljahre: Was hilft bei Scheidentrockenheit?

Jetzt, wo Sie sich in den Wechseljahren befinden, werden Sie einige körperliche Veränderungen wahrnehmen. Dazu gehört in vielen Fällen auch Scheidentrockenheit. Sollte diese behandelt werden oder geht sie von alleine weg? Da es hier sowohl kurzfristige als auch langfristige Lösungen gibt, schaffen wir Klarheit und haben hilfreiche Infos und Tipps zusammengestellt.

Scheidentrockenheit nur in den Wechseljahren?

Die Gründe für Scheidentrockenheit reichen von körperlichen Faktoren wie Hormonschwankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten, bis hin zu emotionalen und psychischen Belastungen wie abnehmender Libido oder privaten Sorgen. Glücklicherweise gibt es je nach Ursache oft Lösungsansätze, die Ihnen weiterhelfen können. Um herauszufinden, welche Ursache bei Ihnen vorliegt, ist es wichtig, dass Sie über das Thema sprechen.

Warum kann es in den Wechseljahren zu Scheidentrockenheit kommen?

Sehr viele Frauen sind in den Wechseljahren von Scheidentrockenheit betroffen. Der Grund dafür ist, dass die Vaginalschleimhaut empfindlich auf die durch die Wechseljahre nachlassende Östrogenausschüttung reagieren kann. Durch den Rückgang des Binde- und Fettgewebes wird sie dünner und weniger elastisch, wodurch die Trockenheit der Scheide mit der Zeit weiter zunehmen kann.

Die Folge können Juckreiz, Brennen, Unwohlsein beim Geschlechtsverkehr und Infektionen sowie die Begünstigung von Harnwegsinfekten sein. Obwohl 25 bis 50 % aller Frauen diese Veränderungen und Auswirkungen auf die Lebensqualität und Sexualität erleben, behalten sie die Beschwerden für sich und teilen sie nicht mit ihrem Arzt.

Lösungen für Scheidentrockenheit in den Wechseljahren

Glücklicherweise gibt es verschiedene Lösungsansätze bei Scheidentrockenheit: So kann eine verschreibungspflichtige Hormontherapie die Ursachen beheben. Auch lokale Behandlungen auf Estradiol-Basis wie Scheidenzäpfchen, ‑ringe oder ‑cremes können wirksam sein. Wenn eine Östrogenbehandlung nicht gewünscht bzw. angeraten ist, sind Gleitgele und Befeuchtungsmittel eine Möglichkeit, vorübergehend Linderung zu verschaffen.

In letzter Zeit wurde auch Vitamin E zur Behandlung von Scheidentrockenheit verwendet. Allerdings ist zu beachten, dass diese lokalen Therapien unter Umständen nur kurzzeitig helfen und ihre Wirkung verlieren, wenn sie nicht weiter angewendet werden.

Scheidentrockenheit ist eine häufige Erscheinung, insbesondere in den Wechseljahren. Doch die Faktoren lassen sich oft durch verschiedene Mittel lindern. Wenn Sie wegen mangelnder Feuchtigkeit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben, empfehlen wir Ihnen, mit Ihrem Arzt über die verschiedenen Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen.

Wichtige Fakten zu Scheidentrockenheit

● Fakt: Scheidentrockenheit gehört zu den typischen Anzeichen der Wechseljahre.
● Tipp: Es gibt unterschiedliche Lösungsansätze, die Scheidentrockenheit in den Wechseljahren entgegenwirken können: Von Hormontherapien bis hin zu Gleitmitteln. Informieren Sie sich am besten über Ihre individuelle Möglichkeiten und sprechen das Thema bei Ihrem Arzt an.

1. Pastore LM, Carter RA, Hulka BS, Wells E. Self-reported urogenital symptoms in postmenopausal women: Women’s Health initiative. Maturitas. 2004; 49(4):292-303.

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