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Nahrungsergänzungsmittel für die Wechseljahre: Was Sie beachten sollten

Wir alle wollen möglichst alt werden – und das vor allem bei guter Gesundheit. Wenn Sie die Phase der Wechseljahre durchleben, werden Sie sich gegebenenfalls auch mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen. Die Hormone Ihres Körpers verändern sich, die Menopause setzt ein und Symptome, wie Hitzewallungen, können auftreten. Sie fragen sich, ob Sie Ihren Körper in dieser Zeit mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen können und ob die Einnahme sicher ist? Unsere Expertin Agnieszka Szmurto beantwortet diese Fragen im folgenden Artikel und hat einige interessante Informationen für Sie zusammengestellt.

Hormonelle Veränderungen im Körper (Link zu: Artikel mit ID 20 „Welche hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren wirken sich auf meine Haut aus?“) lösen bei Frauen während der Wechseljahre physische, sexuelle und psychische Symptome aus. Zudem erkrankt jede dritte Frau nach den Wechseljahren an Osteoporose (Abbau der Knochen). Um auch im höheren Alter fit zu bleiben, ist es wichtig, sich eine gute Lebensqualität sowie Ernährung zu bewahren.[1] Eine mögliche Lösung können Nahrungsergänzungsmittel sein, die die körperliche Umstellung für Frauen in den Wechseljahren auf natürliche Weise erleichtern. Bei Ergänzungsmitteln sollten Sie jedoch immer auf Nummer sicher gehen und sich ausreichend Informationen zu den einzelnen Präparaten einholen. Lesen Sie sich insbesondere die Packungsbeilagen der pflanzlichen Kapseln oder Pulver gründlich durch, um über die Inhaltsstoffe informiert zu sein und die richtige Dosierung zu wählen.

Die wichtigsten Nahrungsergänzungen und ihre Wirkung bei Frauen in den Wechseljahren

Kalzium und Vitamin D (Link zu: Artikel mit ID 12 „Menopause: what happens to calcium D levels when you turn 50?“) sollen die Gesundheit der Knochen fördern und werden von vielen Frauen in jedem Alter gegen unterschiedliche Beschwerden genommen. Kalzium ist unter anderem gut für die Knochen. Vitamin D wirkt sich positiv auf Ihre Haut aus.

Fischöl wird wegen seines hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren angewendet und soll vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen schützen.

Wirkung der Nahrungsergänzungsmittel Kalzium und Vitamin D

Zwei wichtige Ergänzungsmittel für die Ernährung bei Frauen in den Wechseljahren sind Kalzium und Vitamin D. Die empfohlene Tagesdosis Vitamin D beträgt 800 IE. Die Dosis kann jedoch auf bis zu 10.000 IE am Tag erhöht werden (das entspricht der sicheren Obergrenze).[6] Bei Kalzium beträgt die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene zwischen 50 und 70 Jahren mindestens 1000 mg. Die empfohlene Obergrenze liegt bei 2000 mg am Tag.[7]

Wirkung von Omega-3-Fettsäuren

Die nächste Gruppe der empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel bei Frauen in den Wechseljahren sind Omega-3-Fettsäuren. Bis zu 3 Gramm Fischöl pro Tag werden von der US-Arzneimittelbehörde FDA „allgemein als sicher anerkannt“. [8] Die unter anderem im Fischöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf das Herz und den Kreislauf aus.

Sicherheitshinweise zu Nahrungsergänzungsmitteln

Im Großen und Ganzen sind Nahrungsergänzungsmittel, die für Frauen in den Wechseljahren empfohlen werden, sicher. Allerdings gilt es zu beachten, dass für die Sicherheit dieser Präparate allein die Hersteller verantwortlich sind. Der Nachteil ist, dass sie vor ihrer Markteinführung weder auf Wirksamkeit noch auf Sicherheit geprüft werden müssen.
Deshalb sollten Sie vor der Einnahme immer Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Lesen Sie sich vor dem Kauf von Ergänzungsmitteln außerdem den Aufdruck der Verpackung und die Packungsbeilage durch.

Wichtige Fakten zu Nahrungsergänzungsmitteln für die Wechseljahre

Nahrungsergänzungsmittel für die Wechseljahre wie

  • Fischöl,
  • Vitamin D
  • und Kalzium

sind bei richtiger Anwendung gesund und sicher.

Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich genau darüber informieren, wie oft und in welcher Dosierung Sie sie einnehmen sollen. Um auf die eingangs formulierten Fragen zurückzukommen, lautet die Antwort also: Ja, Nahrungsergänzungsmittel sind sicher. Konsultieren Sie jedoch unbedingt einen Experten, um das richtige Maß zu finden.

QUELLEN:

[1]. Comhaire, F. H., & Depypere, H. T. (2015). Hormones, herbal preparations and nutriceuticals for a better life after the menopause: part I. Climacteric, 18(3), 358–363.

[2]. Comhaire, F. H., & Depypere, H. T. (2015). Hormones, herbal preparations and nutriceuticals for a better life after the menopause: part II. Climacteric, 18(3), 364–371.

[3]. Taylor, M. (2015). Complementary and Alternative Approaches to Menopause. Endocrinology and Metabolism Clinics of North America, 44(3), 619–648.

[4]. Bedell, S., Nachtigall, M., & Naftolin, F. (2014). The pros and cons of plant estrogens for menopause. The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, 139, 225–236.

[5]. Eden, J. A. (2012). Phytoestrogens for menopausal symptoms: A review. Maturitas, 72(2), 157–159.

[6]. Rizzoli, R., Boonen, S., Brandi, M.-L., Bruyère, O., Cooper, C., Kanis, J. A., … Reginster, J.-Y. (2013). Vitamin D supplementation in elderly or postmenopausal women: a 2013 update of the 2008 recommendations from the European Society for Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis and Osteoarthritis (ESCEO). Current Medical Research and Opinion, 29(4), 305–313.

[7]. Gallagher J C, Smith L M, Yalamanchili V. Incidence of hypercalciuria and hypercalcemia during vitamin D and calcium Supplementation in older women. Menopause. Author manuscript; available in PMC 2015 Nov 1

[8]. Marine Oils. Drugs and Lactation Database (LactMed) [Internet]. Bethesda (MD): National Library of Medicine (US); 2006-.

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