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Wie Pro-Age-Yoga durch die Wechseljahre hilft

Wie Pro-Age-Yoga durch die Wechseljahre hilft

Rund acht Millionen Frauen in Deutschland erleben gerade ihre Wechseljahre. Also jede dritte Frau. Aber noch immer wird viel zu wenig darüber gesprochen,
was in dieser Lebensphase eigentlich genau passiert – mit uns und unserem Körper. Zeit, dieses Tabu zu brechen und sich damit offen auseinanderzusetzen. Themen wie Gewichtszunahme, optische Veränderungen und Stimmungsschwankungen sollten offen diskutiert werden können. Und auch Zweifel sollten offen geäußert werden dürfen: Wieso fühle ich mich weniger wohl in meiner Haut?  

Mit genau solchen Zweifeln beschäftigt sich Elena Lustig (51) aus Berlin. Die Yoga-Lehrerin, Coach und Buchautorin entwickelte 2017 Pro-Age-Yoga. Ein Training, für Körper und Geist, bei dem sie Yoga, Coaching und Weisheiten des Buddhismus verbindet, und das dabei hilft, dem Älterwerden mit Selbstachtung und Selbstakzeptanz zu begegnen. Gerade auch in den Wechseljahren. Denn das Thema wird in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert und ist überwiegend negativ belegt. Wie ein positiver, offener Umgang mit dieser prägenden Lebensphase funktionieren kann, beantwortet Elena Lustig uns im Interview.

Gibt es eine Happiness-Formel mit der man durch die Wechseljahre kommt?

Elena Lustig: Ja, die gibt es: annehmen, wie es ist. Das klingt erst mal sehr einfach, ist aber extrem schwer, weil wir darauf trainiert sind, alles zu bewerten. Solange wir das Älterwerden und insbesondere die Wechseljahre als einen Verlust von etwas definieren, werten wir diese Lebensphase ab. Wenn wir es aber schaffen, die Wechseljahre als Beginn von etwas Neuem zu betrachten, entwickeln wir eine ganz andere Wertschätzung und können lernen, mit Gelassenheit oder sogar Freude zu beobachten, wie wir uns verändern.

Ihr Buch heißt „Pro-Age-Yoga“ – was meinen Sie mit Pro-Age im Vergleich zu Anti-Age?

Elena Lustig: Anti-Age bedeutet, gegen das Älterwerden zu arbeiten und diesen Kampf können wir nur verlieren. Wir wissen oft ganz genau, was wir nicht wollen: alles, was das Älterwerden für uns schwierig macht. Was wir aber stattdessen wollen, ist uns oft nicht klar. Pro-Age bedeutet, den Blick auf das Positive zu wenden, das, was beim Älterwerden besser statt schlechter wird. Pro-Age sagt, dass es in Ordnung ist, älter zu werden, dass darin eine Kraft und ein Potential liegt, das wir nutzen können. Pro-Age bedeutet Älter werden und dabei gesund bleiben, glücklich sein, gut aussehen und erfüllt leben.

Wie lerne ich einen liebevollen Blick auf mich und meine Situation zu bekommen?

Elena Lustig: Diese Fragen können wir Frauen in jedem Alter und in jeder Lebensphase stellen, denn das ist für fast alle Frauen zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens eine Herausforderung und beginnt nicht erst in den Wechseljahren. Wenn wir als Frauen nach den Regeln spielen, die wir gesellschaftlich auferlegt bekommen, ist der Spielraum relativ eng. Wir können aber unsere Grenzen verschieben, indem wir eigene Regeln aufstellen und zum Beispiel selbst definieren, was Schönheit für uns bedeutet. Welche Frauen inspirieren uns, welche Frauen sind unsere Vorbilder? Sind diese Frauen perfekt? Oder finden wir gerade das an ihnen liebenswert, was sie menschlich macht? Solche Fragen helfen uns, uns unseren eigenen Wert immer wieder klar zu machen. Liebevoll anzunehmen, wer wir sind und wie wir aussehen, bedeutet Frieden mit uns selbst zu schließen. Wir müssen nicht perfekt sein und wir müssen auch nicht perfekt aussehen.

Und wie lerne ich mein „neues Ich“ und meinen Körper anzunehmen?

Elena Lustig: WechselJAHRE bedeutet, dass es sich um eine wichtige Transformations-Phase im Leben einer jeden Frau handelt. Wie in der Pubertät braucht es Zeit, um mit diesen Veränderungen umzugehen und in ein neues Ich hineinzuwachsen. Dabei können wir lernen den Fokus von unserem Äußeren mehr auf unsere inneren Werte zu verschieben. Yoga, Achtsamkeitstraining, Meditation und Sport helfen dabei, uns in dieser Lebensphase körperlich und mental wohl zu fühlen und eine positive Lebenshaltung zu kultivieren.

Gibt es eine Möglichkeit, ohne Hormone etwas gegen Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen zu tun?

Elena Lustig: Es gibt Studien, die belegen, dass Yoga und Sport, helfen. Mein persönlicher SOS-Tipp bei einem plötzlichen Schweißausbruch oder einem Stimmungstief: Aromatherapie. Einfach an einem Fläschchen mit ätherischem Öl schnuppern, oder ein, zwei Tropfen auf Schläfen, Brustbein und Handgelenke geben. Minze kühlt beispielsweise, Orange hebt die Laune und Lavendel oder Rose entspannt.

Warum nehme ich plötzlich zu und das v.a. auch noch am Bauch?

Elena Lustig: Durch die Hormonumstellung verändert sich auch unser Stoffwechsel. Das bedeutet, dass wir unsere Nahrung weniger in Energie und Muskelmasse umsetzen, sondern eher in Fett. Außerdem sinkt der Grundumsatz. Bleiben Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmuster gleich, geht das Gewicht in die Höhe. Wir sollten also unbedingt die Ernährung der neuen Lebensphase anpassen: Zucker, Weißmehl und Alkohol möglichst meiden, dafür viel Gemüse und pflanzliche Proteine wie Linsen oder Quinoa auf den Speiseplan setzen. Außerdem ist regelmäßige Bewegung extrem wichtig: Yoga sorgt für Muskel-Aufbau und Flexibilität. Ausdauer-Training, wie Joggen oder Walken verbrennt Fett und stärkt das Herz-Kreislauf-System.

Sich in der eigenen Haut wohlfühlen – der Spruch ist geläufig. Wie schaffe ich es mich während und nach den Wechseljahren in meiner vielleicht nicht mehr ganz so straffen Haut wohlzufühlen?

Elena Lustig: Indem wir den Blick eher nach innen, als nach außen wenden. Jede Falte in unserer Haut erzählt eine Geschichte, jede Narbe auch. Um uns beim Älterwerden wohlzufühlen, hilft es sehr, den Fokus auf unsere Erfahrungen zu verlagern und eher danach zu schauen, wie wir uns fühlen. Durch gute Ernährung, Sport, Austausch mit anderen Frauen und Zeit für sich selbst können wir dafür sorgen, dass wir uns rundum wohl fühlen. Durch gute Ernährung, Sport, Austausch mit anderen Frauen und Zeit für uns selbst können wir dafür sorgen, dass es uns rundum gut geht und auch unsere Haut zum Wohlfühlfaktor wird. Denn Frauen, die sich toll fühlen, sehen auch toll aus!

Haben Sie eine praktische Übung, die bei Schlafstörungen und Stress hilft?

Elena Lustig: Ja, Samavritti ist meine Lieblings-Übung in praktisch allen Lebenslagen. Übersetzt bedeutet es so viel wie „die Wellen glätten“. Hierfür im Sitzen oder Liegen gleichmäßig ein- und ausatmen und langsam beginnen, die Pause zwischen der Ein- und der Ausatmung so lang werden zu lassen, wie die Atemzüge selbst. Dabei hilft es zu zählen: Auf vier Zähler einatmen, auf vier halten, auf vier ausatmen, auf vier halten.

Mehr Übungen und Informationen zu Elena Lustig und ihrem neuesten Buch „Pro Age Yoga – Selbstbewusst älter werden“ finden Sie unter: https://www.elenalustigyoga.com/.

Das Wohlfühlen im eigenen Körper, kann mit der passenden Pflege positiv beeinflusst werden. Hier finden Sie extra für die Haut in den Wechseljahren entwickelte Pflegeprodukte, die die Haut und auch Sie selbst strahlen lassen:



Das Interview mit Elena Lustig wurde geführt von Birgit Buchholz-Rassy.

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    An jede Veränderung muss man sich zunächst gewöhnen. Daher sollten Sie angesichts der psychischen Auswirkungen der Wechseljahre gut auf sich achtgeben, eine positive Grundhaltung einnehmen und vor allem: Stress vermeiden!"

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