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Vichy fragt – Experten antworten: 5 Fragen zum Thema „Hyaluronsäure“

Vichy fragt – Experten antworten: 5 Fragen zum Thema „Hyaluronsäure“

1) Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist ein Polysaccharid (Zuckermolekül), welches natürlicherweise im Körper vorkommt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil verschiedener Bindegewebsarten. Eine ihrer biologischen Funktionen ist es, Wasser zu binden, bis zu 6 Liter pro Gramm. Hyaluronsäure hemmt aber auch Entzündungen, dient als Schmiermitteln in Gelenken, beeinflusst die Durchlässigkeit von Zellen und fördert die Wundheilung. Sie ist also eine Art Feuchtigkeitsspeicher und Füllmaterial der Haut. Der größte Anteil (etwa 50 %) der im Körper vorkommenden Hyaluronsäure (beim Menschen sind es insgesamt etwa 15g) befindet sich in der Haut. Dort wirkt sie aufpolsternd, stützt kollagene und elastine Fasern und kann sogar freie Radikale abfangen. In der Haut wird die Feuchtigkeit in den Zwischenräumen der Epidermis gespeichert, wodurch die Haut straff und faltenarm aussieht. Bei der Behandlung tieferer Falten wird Hyaluronsäure auch als Fillersubstanz zum Unterspritzen verwendet. Diese wird dann zwar über die nächsten Monate vom Körper wieder abgebaut, fördert aber auch die Produktion von eigenen Kollagenfasern.

Mit zunehmendem Alter nimmt der Hyaluronsäuregehalt der Haut deutlich ab. Der Prozess beginnt etwa ab dem 25. Lebensjahr, mit 50 Jahren sind die Depots des ursprünglichen Hyaluronsäuregehalts schon zur Hälfte geleert. Die Folge: Die Haut wird trocken, verliert an Elastizität und Spannkraft und ist nicht mehr in der Lage sich selbst vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Glücklicherweise ist es heute aber möglich, die Hyaluronsäure (industriell) herzustellen und dem Körper von außen in Form von Seren, Cremes oder Gelen wieder zuzuführen.

2) Wozu wird Hyaluronsäure in Kosmetik eingesetzt?

In der Kosmetik wird zwischen lang- und kurzkettiger Hyaluronsäure unterschieden. Erstere wirkt nur kurzfristig, zeigt aber einen sofortigen Effekt, während letztere im Bindegewebe gespeichert wird und dort sogar Einfluss auf den Zellstoffwechsel haben soll.
In vielen Cremes und Seren sind sowohl lang- als auch kurzkettige Moleküle in hoher Konzentration enthalten. Auf der Haut angewendet wirken diese Hyaluron-Filler, -Seren oder -Cremes schnell aufpolsternd und glättend. Ein prallerer und gut durchfeuchteter Teint ist die schöne Wirkung, die aber leider nachlässt, sobald das Auftragen eingestellt wird.
In der Kosmetikindustrie wird auf die Haut aufgetragene Hyaluronsäure-Creme zur Beseitigung leichter Falten angewendet. Der erzielbare Effekt beschränkt sich dabei auf die physikalische Wasserbindung, womit die obersten Hautschichten optisch jugendlicher wirken sollen.

Langkettige Hyaluronsäure:
Oder auch „Hochmolekulare Hyaluronsäure“ ist größer als 1500 kD und kann die Hautbarriere aufgrund ihrer Größe nicht durchdringen. Allerdings bildet sie in Verbindung mit dem Keratin der Haut einen Film, der die sie mit Feuchtigkeit versorgt und die Elastizität verbessert. Außerdem entsteht ein Schutzmantel vor äusseren Einflüssen. Hochmolekulare Hyaluronsäure hat entzündungshemmende Eigenschaften und ist besonders pflegend und wohltuend.

Kurzkettige Hyaluronsäure:
Oder auch „Niedermolekulare Hyaluronsäure“. Ihr ist es möglich, in die Haut einzuziehen. Sie besteht aus Molekülen in der Größe von 50 kD und kleiner und sorgt dafür, dass Wasser im Bindegewebe der Haut gespeichert wird. Durch die zusätzliche Feuchtigkeit wird die Haut nicht nur praller und straffer, sondern auch Falten werden sichtbar gemildert. Bei Verwendung von kurzkettiger Hyaluronsäure wird die Feuchtigkeit langanhaltend in der Haut gespeichert.

Zusammengefasst stärkt Hyaluronsäure die Epidermis und sorgt für einen besseren Zellenzusammenhalt. Zusätzlich wird die Haut aufgepolstert und wirkt glatter.

3) Für wen ist Hyaluronsäure in Kosmetik geeignet?

Hyaluroncremes sind besonders für die Frau ab Mitte bis Ende 30 geeignet. Ab diesem Zeitpunkt verringert sich deren natürliche Kollagenproduktion und die Integration in die alltägliche Pflege ist sinnvoll. Mit dem Prozess der Hautalterung und durch Umwelteinflüsse sinkt der Anteil unserer hyaluronproduzierenden Zellen und damit auch die notwendige Hautfeuchtigkeit.
Durch diesen Feuchtigkeitsverlust verliert die Haut an Elastizität und zeigt dadurch erste Zeichen der Hautalterung. Unser Teint wirkt nicht mehr so prall und frisch, wie wir das in den jüngeren Jahren noch gewohnt waren. Es entstehen die ersten trockenheitsbedingten Fältchen, die sich mit der Zeit immer mehr vertiefen.
Durch regelmäßige Verwendung von hyaluronhaltigen Cremes (ob als Tages- oder Nachtpflege) ist es möglich, trockenheitsbedingte Linien und Fältchen zu mildern und das jugendliche, strahlende Aussehen dadurch länger zu bewahren.
Und nicht nur in Anti-Aging Fragen ist Hyaluron ein gefragter Helfer - da es in reiner Form  Feuchtigkeit spendet und gut verträglich ist, ist es auch bei trockener und empfindlicher Haut und ohne Altersbegrenzung zu empfehlen. Seren mit Hyaluronsäure eignen sich meist auch für unreine Haut, die zu Pickeln neigt, da es sich um leichte Formulierungen handelt.

4) Für welche Hauttypen sind Pflegeprodukte mit Hyaluronsäure empfehlenswert?

Hyaluronsäure ist für jeden Hauttyp geeignet. Dies gilt sowohl für Anwenderinnen mit stellenweise trockener Mischhaut, als auch für empfindliche Haut ebenso wie den öligen Hauttyp. Selbst bei Akne oder empfindlicher Haut beruhigt sie die Haut und wirkt nicht komedogen.
Da Hyaluronsäure auch den Heilungsprozess unterstützt und reparierende Eigenschaften vorweist, ist sie besonders für die trockene Haut zu empfehlen, die stellenweise zu Rötungen oder Ekzemen neigt.
Neben ihrer unterstützenden Wirkung im Heilungsprozess besitzt Hyaluronsäure übrigens auch antioxidative Eigenschaften und schützt die Haut vor freien Radikalen. Das sind schädliche Elemente, die beispielsweise durch übermäßige UV- Einstrahlung sowie Verschmutzung und andere Umwelteinflüsse entstehen.
Die mit Hyaluronsäure angereicherten Cremes revitalisieren die äußeren Hautschichten und glätten feine Linien und Fältchen, so dass die Haut wieder frischer und ebenmäßiger aussieht.
Sie bauen die Hautstrukturen auf und verschaffen der Gesichtshaut wieder ein elastischeres, geschmeidigeres Aussehen. Durch regelmäßige Anwendung von qualitativ hochwertigen Hyaluronsäure-Produkten kann den Anzeichen der Hautalterung vorgebeugt und sogar entgegengewirkt werden.
Dabei ist die Anwendung des Wirkstoffes Hyaluronsäure in der Hautpflege weitestgehend unbedenklich. Schließlich handelt es sich dabei um eine natürliche, vom Körper produzierte, kraftvolle, feuchtigkeitsbindende Substanz.
Deshalb wird dieser natürliche Wirkstoff normalerweise sehr gut vertragen.

5) Gibt es Wirkstoffkombinationen mit Hyaluron, die besonders effektiv sind?

Hyaluronsäure agiert als eine Art Hautschwamm, der die Zellen dazu anregt, Feuchtigkeit zu speichern. Sie sorgt dafür, dass sich die Haut hydratisiert anfühlt und ein pralles, frischeres Aussehen erhält.
Bei Hyaluronsäure in Kosmetik existieren qualitativ unterschiedliche Produkte. Häufig sind von Dermatologen entwickelte, hoch konzentrierte Cremes und Seren sehr effektiv. Es gibt eine Fülle an Kombinationsmöglichkeiten von Inhaltsstoffen, da Hyaluron ein sehr verträgliches Molekül ist. Eine synergistische Wirkung erhält man z.B. bei der Kombination von Hyaluronsäure mit Vitamin C - beides wirkt antioxidativ und hautberuhigend. Durch eine Kombination mit Thermalwasser bekommt die Haut nochmal extra Beruhigung und Stärkung.

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