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Zuckerfrei zu reiner Haut ? – Teil 2

Im ersten Teil meines Erfahrungsberichts, wie sich ein Leben ohne Zucker gestaltet, habe ich euch von meinen Beweggründen erzählt und wie ich in das „Projekt Zuckerfrei“ gestartet bin.

In Teil 2 nehme ich kein Blatt vor den Mund und schreibe über Ergebnisse, Frust und mein Fazit…

Zuckerfrei – Erst war es absurd für mich und nun war ich mitten drin. Ich hatte mir nicht viel versprochen, aber viel vorgenommen: Ich wollte es ganz strikt durchziehen. Das Buch, Goodbye Zucker von Sarah Wilson, war meine einzige und gleichzeitig auch die beste Hilfe, die ich haben konnte, weil darin einfach jede Frage beantwortet wird und die Autorin einem Woche für Woche Aufgaben und Tipps mit an die Hand gibt.

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Verzicht auf Süßigkeiten

Woche 1 & 2 – eingewöhnen & anfangen

Die Woche 1 war die Eingewöhnungswoche – man bereitet sich quasi seelisch darauf vor, dass es schon bald keinen Zucker mehr gibt. Ich mochte, dass es nicht von heute auf morgen so super streng wurde und ich glaube, das hat mir die Angst vor einer radikalen Veränderung genommen. Ich habe erst süße Getränke aus meinem Alltag gestrichen, dann Süßigkeiten und kurz danach alles, was raffinierten Zucker enthält. Zu den Zuckerarten erreichen mich immer noch viele Fragen, denn man kann „zuckerfrei“ ganz unterschiedlich auffassen und umsetzen. Ich hatte für mich beschlossen, dass ich keinen Industriezucker essen möchte. In weiterer Folge wollte ich Milch- und Fruchtzucker reduzieren, aber nicht verbannen und auf Agavendicksaft verzichten, da dieser enorm viel Fructose enthält.

Die ersten zwei Wochen waren auf jeden Fall hart. Ich war es gewohnt mich abends mit Süßigkeiten zu belohnen, oft sogar nach jeder Mahlzeit etwas Süßes zu essen. Kuchen am Sonntag? Ich war dabei! Mal Pfannkuchen zum Frühstück? Wie konnte ich nein sagen!? Das Umdenken fiel mir schwer und ich erinnere mich an einige Abende, an denen ich wirklich schlechte Laune hatte, weil ich mir so sehr Schokolade gewünscht habe. Obwohl ich versuchte stattdessen Obst und Joghurt zu essen oder Nüsse zu knabbern, merkte ich, wie süchtig ich nach Zucker war und das machte mich doppelt wütend. Ich hätte die Wände hochgehen können!

Schwarzer Kaffee

Woche 3 & 4 – eigentlich ganz easy

Gott sei Dank beschränkte sich diese Phase nur auf 14 Tage, dann hatte ich das Schlimmste überstanden. Sarah Wilson beschreibt die zwei folgenden, absolut zuckerfreien Wochen – hier waren auch Frucht- und Milchzucker tabu – als Abgewöhnungsphase. Und genau so fühlte es sich für mich an. Ich war so neugierig, was passieren würde, dass es mir nichts ausmachte den Kaffee schwarz zu trinken, Karotten und Tomaten aus dem Speiseplan zu streichen und noch genauer die Lebensmittel zu studieren, die so oft eine versteckte Zuckerfalle bieten. In „Goodbye Zucker“ wird auch beschrieben, dass man in dieser Zeit viel gutes Fett als Ausgleich essen soll. Das passierte ohnehin, denn mein Körper verlangte nicht nur nach viel Eiweiß, sondern ich gierte besonders nach Avocado und Kokosöl – am liebsten in Kombination mit einem zuckerfreien Roggenbrot und einem Spiegelei. Diese Kombination, ich erinnere mich noch sehr gut, gab mir besonders morgens einen echten Powerschub!

Apropos Power: Nachdem ich Woche 3 und 4 gemeistert hatte, kam ich in ein unglaubliches Hoch, das bald danach einen Dauerzustand einnahm. Ich erinnere mich gut an eine Situation, in der ich abends auf dem Sofa saß, einen Film aussuchte und mich frei fühlte. Das war das aller schönste! Ich hatte nach dem Abendessen kein Bedürfnis mehr nach Schokolade und fühlte mich nicht mehr abhängig von meinen Gedanken und meinen Gelüsten – ich spürte wirklich gar keine Sucht mehr und musste vor Freude ein paar Tränen vergießen, weil ich mir selbst dieses Geschenk gemacht hatte.

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Die Effekte

Die Effekte meines Projekts waren einfach großartig: Ich schlief tief und fest, hatte keine Nachmittagstief mehr und durfte mich über eine deutlich reinere und strahlendere Haut freuen. Alle sprechen immer von dem „Glow“ – DA war er! Meine Wangen sahen gesund und frisch aus, mein Kinn hatte deutlich weniger Mitesser und meine Augenringe schienen vermindert, was sicher auch durch den tieferen Schlaf zustande kam. Das Beste war aber die Klarheit meines Geistes. Versteht mich nicht falsch: Ich bin immer klar im Kopf. Aber das, was ich im zweiten Monat zuckerfrei erlebt habe, werde ich nie vergessen: Mein Geist und Verstand waren wie frisch poliert, wie hell erleuchtet. Es war, als ob eine Dunstwolke verzogen war und ich wieder die komplette Kontrolle und den vollen Zugriff auf meine ganze Kraft hatte. Ich war voller Energie und Leichtigkeit!

Zucker und Schokolade waren mir übrigens ab diesem Zeitpunkt komplett egal – ich konnte in einen Kiosk gehen und die Süßigkeiten ließen mich komplett kalt, auch wenn es Oktober war und manche sogar noch draußen Eis aßen. Ich hielt mich weiter an das Buch, an manche Rezepte und wurde erfinderisch, was meinen Speiseplan betraf. Wusstet ihr, dass es sogar Kuchen gibt, die man ohne Zucker backen kann? Es gibt mittlerweile viele Alternativen und fängt man erst mal mit „zuckerfrei“ an, hat man auch gar nicht mehr so einen Appetit auf Süßes. Gute Zucker-Alternativen fand ich in Kokosblütenzucker, Reissirup und Honig, die ich als Süßungsmittel in ein paar Cafés bzw. Kuchen für mich entdeckte, wenn der Heißhunger sehr groß war.

Meine Ausnahmen

Ich war wirklich strikt mit mir und meinem Plan und machte nur eine Ausnahme: Restaurants und Presse-Einladungen. Da verzichtete ich natürlich auf das Dessert und vergnügte mich lieber mit einer Käseplatte nach der Hauptspeise. Ich merkte schnell und nach wenigen Nachfragen: Fast alle Restaurants arbeiten mit Zucker. Ob im Dressing oder in der Sauce – eine Prise Zucker (oder mehr) war eigentlich immer mit dabei. Da ich Vegetarierin bin, beschränkt sich meine Auswahl außer Haus ohnehin schon. Also beschloss ich, dass das die Ausnahme bleiben sollte und ich nur in Restaurants ein Auge zudrückte bzw. gar nicht mehr nachfragte und einfach genoss.

Ich verlor in der ganzen zuckerfreien Phase, die bei mir von September bis Dezember ging, einige Kilos und vor allem Wasser. Ich fühlte mich nicht nur im Kopf unheimlich leicht, sondern hatte deutlich schlankere Beine und auch mein Bauch war schön flach, mein Gesicht straffer. Alleine dafür hatte es sich gelohnt, denn ich merkte nach schon zwei Monaten, welchen enormen Einfluss Zucker auf unseren bzw. meinen Körper hat. Ich bekam ständig Komplimente, viele fragten, was ich gemacht hätte – eine Dame unterstellte mir sogar Hyaluronspritzen. Und dabei war es so einfach: Goodbye Zucker!

Dann kam Weihnachten und meine Mama schickte mir ein Paket aus Österreich. Es war um mich geschehen, denn bei Lebkuchen kann ich nicht nein sagen. Ich werde den ersten Bissen nie vergessen, denn er war viel zu süß. Leider kippte ich dann während der Weihnachtszeit in einen kleinen Schokoladenrausch, wohl auch, weil das Projekt für mich zu Ende war und ich Süßigkeiten tief im Inneren einfach vermisst hatte. Das Gute aber: Es pendelte sich schnell wieder ein und es dauerte nur ein halbes Jahr, bis ich alles im Griff hatte. Heute esse ich viel weniger Schokolade, vor allem: nicht mehr täglich. An manchen Tagen tut es mir gut (jede Frau weiß, wovon ich spreche), manchmal habe ich aber auch gar kein Bedürfnis mehr danach.

Mein Fazit

Meine Fazit

Es ist den Versuch wert und kann viel verändern. Es gibt sogar Menschen, die es durchziehen und ihr ganzes Lebens zuckerfrei gestalten. In den letzten zwei Jahren hat sich auch auf dem Markt dazu einiges getan und es gibt mittlerweile sogar schon Schokolade, die mit Kokosblütenzucker gesüßt wird. Schmeckt genau so lecker und macht (mich) nicht so abhängig, wie z.B. Kekse voller Kristallzucker.

Ich fand den Impact auf meinen Körper beachtenswert, zumal es nur EIN Lebensmittel war, dass ich für ein paar Wochen verneint habe. Meine Haut hat sich ohne den Zucker positiv verändert, allerdings war der Effekt nicht so groß wie erhofft. Ja, es waren bestimmt weniger Pickel zu zählen und ich muss zugeben, dass ich generell strahlender aussah, aber ich muss ehrlich sagen, dass „Anti-Zucker“ mein Hautbild jetzt nicht um 180° verändert hat. Da hatte ich mir ein bisschen zu viel erhofft und dachte, dass meine leichte Akne vielleicht ganz verschwinden würde. Das ist leider nicht passiert, aber ich habe tatsächlich viele Komplimente bekommen, dass ich frischer und strahlender aussehe, was schon wirklich viel wert ist. Dennoch: Mein ganzes Körpergefühl war top. Mein Stimmungshoch, meine Energie, mein Strahlen – das ist doch ein großer Erfolg!

Ich denke immer wieder an die Zeit zurück und sehne mich manchmal an das Hoch, das ich euch oben beschrieben habe. Und ich bin mir sicher: Ich werde es wieder machen. „Ohne Zucker“ ist absolut nicht mehr ein absurder Gedanke für mich, sondern eine wunderbare Erfahrung, die es auszuprobieren lohnt.

Hanna Schumi für #inmeinerHaut

Unsere Expertin für #inmeinerHaut

Hanna Schumi
Hanna lebt das Thema Beauty – Hautpflege und Make-Up sind ihr Métier, worüber sie auf ihrem Blog foxycheeks.com schreibt. Ihre Haut macht es ihr dabei nicht immer leicht: Hanna hat immer wieder mit Unreinheiten zu kämpfen und achtet daher besonders darauf, ihrem Gesicht Gutes zu tun. Im LeVICHYMag erzählt sie ihre ganz persönliche Skinstory und gibt Tipps: Von einer passenden Abhilfe bei Pickeln bis zum stärkeren Selbstbewusstsein trotz kleiner optischer Makel. 

Mehr über Hanna's Hautgeschichte findet ihr unter #inmeinerHaut, wo sie über ihre Erfahrung berichtet.

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